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Oldschool

Hier möchten wir ein paar Grundtechniken zum Alpinen Borden erläutern.  Von vielen Schulen werden diese Techniken als "DIE" Techniken beschrieben. Sicher sind diese ein wichtiger Bestandteil eines jeden Carvers. Allerdings werden fälschlicher Weise, die Techniken oftmals von den Snowboardschulen klar getrennt und genau hier liegt das Problem.
In dem Bereich des Extremecarven werden wir erklären wie man unten stehende Techniken miteinander kombiniert und so zu außergewöhnlichen Fahrweisen kommt.

Bei den "Oldschool" Techniken unterscheidet man unter drei Schwungprinzipien. Als erstes gehen wir auf den Basisschwung oder auch Driftschwung mit Vorrotation ein.

Hierbei wird der Oberkörper zur Schwungeinleitung in die gewünschte Turnrichtung gedreht. Dabei wird das vordere Bein belastet und das Hintere entlastet. Das Board folgt dabei automatisch der Rotationsbewegung des Körpers. Der Basisschwung wird deutlich über das vordere Bein gefahren Zur Veranschaulichung hier ein kleiner

Ich denke der Film macht es sehr anschaulich, was mit Rotation gemeint ist. Diese Technik wird im klassischen Snowboardunterricht aber nur als Basisschwung in den Anfängen gelehrt.

Im wesentlichen soll es aber hier um gecarvte Schwünge gehen. Während bei gedrifteten Schwüngen das Brett immer leicht quer zur Fahrtrichtung steht und über eine Kante rutscht, folgt es beim gecarvten oder auch geschnittenen Schwung exakt der Richtung der Kante. Bei gedrifteten Schwüngen wird das Brett zuerst gedreht und dann wieder aufgekantet, wobei bei geschnittenen Schwüngen zunächst das Brett genau in Fahrtrichtung umgekantet wird und dann dem von der Kante vorgegebenen Radius folgt. 

Die darauffolgenden Techniken bauen NICHT darauf auf, sondern stehen als separate Technik da. Hier haben die meisten Schulen in meinen Augen die Entwicklung verschlafen. Merkt euch also die Rotation. Dies wird später einer der wichtigsten Bestandteile für die weiterführenden Stile im Bereich des Extremecarving oder auch Flachcarven sein.

Kommen wir nun zu den zwei gängigsten Varianten der Entlastung zum erleichterten Kantenwechsel zwischen den Schwüngen. Diese werden Schwünge mit Hochentlastung und Schwungtechnik mit Tiefentlastung genannt. Die Prinzipien sind, wie der Name schon erahnen läßt gegenläufig. Wir wollen hier etwas genauer auf die Hochentlastung eingehen, da das die häufigst angewendete Technik ist und am ehsten dem natürlichen Bewegungsmuster entspricht. Diese Technik nennen wir zwar Oldschool, ist aber immer noch eine vernümftige Technik gerade auf flachen und vollen Pisten. 

Ein wichtiges Merkmal ist dabei die stabile Haltung des Körpers. Eine Rotation soll hier nicht stattfinden. Der Oberkörper steht stabil im Kreuz zum Board (siehe Schaubild).

hochentlastung

Wie kommt es nun zur Schwungeinleitung? Diese setzt sich im wesentlichen durch zwei Komponeten zusammen. Als wichtigstes Merkmal ist eine tiefe Beinstellung. Um so tiefer man auf dem Board "sitzt", desto einfacher werden spätere Bewgungsabläufe und Spielräume bei buckligen und schlechten Pisten. Natürlich bedeutet eine höhere Beinarbeit auch eine stäkere Belastung für die Muskeln. Die zweite Komponente ist dann die Gewichtsverlagerung. Bei der Schwungeinleitung steht man in den Knien. Jetzt streckt man den Körper durch. Es findet nach der maximalen Streckung eine Entlastung auf der Kante statt. In diesem Augenblick wechselt man die Kante und geht wieder in die Knie. Man hat das Gefühl, dass man dann die Kante förmlich in den Schnee drückt. Das Gewicht sollte dabei gleichmäßig auf dem Board verteilt sein. Der Oberkörper wird dabei in das Kurveninnere gelegt. Dieses ist aber eine natürliche Bewegung und bedarf keiner extra Technik.  Auch hier haben wir wieder einen kleinen

Film zur Hochentlastung

hoch

Wie man sieht lassen sich auch mit dieser Technik schöne Schräglagen fahren. Diese Technik ist klasse um das Board auf der Kante zu bewegen und ein driften zu vermeiden.  Allerdings kommt man auch schnell an die Grenzen des Machbaren, besonders auf steilen oder vereisten Pisten. Es ist nämlich nur schwer möglich den nötigen Druck auf die Kante zu bringen und die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Die Technik hat aber auch einen entscheidenen Vorteil gegenüber der Rotationstechnik. Dadurch, dass man eigentlich nur aus den Beinen fährt und der Oberkörper stabil bleibt ist ein blitzschnelles umkanten möglich. Genau aus diesem Grund fahren wir auch heute noch diese Technik sehr gern auf vollen oder schmalen Pisten.

Fazit: Wir haben mit dieser Technik gute Erfahrungen auf blauen und leicht roten Pisten gemacht. Auf steilen roten, schwarzen Pisten oder gar zum Flachcarven taugt diese Technik leider nicht viel.

Durch eine extreme Anwendung der Hochentlastung kann es auch beim Kantenwechsel zu kleinen Hüpfern (Jumps) kommen. Dies ist auch die Basis für eine spätere, weitere Technik. Den Jumpturns oder auch poppen genannt.

Bei der Tiefentlastung sind die Bewegungsabläufe entgegengesetzt. Beim normalen Carven ist das zwar eine mögliche Variante, wird aber eher selten eingesetzt. Beim Extremecarven bekommt diese aber eine wichtige Bedeutung und wird auch als Push und Pull bezeichnet. Im Bereich Extremecarving gehen wir darauf aber näher ein.




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