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April 2007

Bei meinem alten Silberpfeil löste sich so langsam der Belag von der Kante. Natürlich brachte ich das gute Stück sofort zum Board Doktor. Dieser sagte mir folgendes: " Ich weiß, dass ihr beiden bestimmt eine schöne Zeit hattet, aber es ist der Tag gekommen euch voneinander zu trenne. Schweren herzens machte ich mich also auf den Weg ins Stubaital um einen neuen Silberpfeil zu testen und zu kaufen.

Um es vorweg zu nehmen. Die Fahreigenschafften des alten SP unterscheiden sich von einem neuen nicht. Hier geht es also hauptsächlich um das Aussehen. Nun möchte ich aber genauer auf die Fahreigenschaften eingehen. Der SP wird in der Werbung als die Carvingmaschine schlechthin bezeichnet. Der SP ist im Preis- Leistungsverhältnis sicher ein gutes Board. Das es aber DIE Carvingmaschine ist würde ich nicht behaupten.

Oftmals wird es als schwer zu fahren beschrieben. Auch das würde ich so nicht unterstreichen. Wenn man mit dem SP im klassischen Stil am carven ist zieht es stur seine Bahnen. Der Radius ist eng und wird klar vom Board bestimmt. Diesen durch Fahrtechnik zu verändern funktioniert nicht. Gerade in den Anfängen empfand ich dies aber nicht als Nachteil, sondern es machte recht viel Spass die engen Radien zu fahren. Man hatte dabei immer das Gefühl, dass man extrem am carven ist. Auf Videos kam meist die Ernüchterung, den Fahrspass hat es aber trotzdem nicht getrübt. Ich wählte für meine Körpergröße 1,88 m ein recht kurzes Board 167 cm, dass diese Gefühl  noch verstärkte. Probleme mit dem Halt der Kante hatte ich unter normalen Verhältnissen nicht. Auf harten Pisten fing das Board allerdings schnell an zu ruppeln. Dies ist aber eh einen typische SP Eigenschaft. Bei extremeren Schräglagen hat es klar Nachteile gegenüber hochwertigen Boards. Man hat den Eindruck, dass sich der SP einfach nicht genug in das Eis beißt. Auf harten Pisten legt man deshalb den SP am besten einfach schnell um. Für diese Fahrweise ist das Board wie geschaffen und ich kann hier nichts negatives Berichten. Auch auf vollen Pisten oder Ziehwegen kann man sehr schön die agilität des Boardes ausnutzen.

Kommen wir nun zum Extremcarving. Viele streben diesen Stil an und auch ich machte mich auf den Weg diesen Stil zu erlernen. Hier wurde mir recht schnell klar gemacht, dass der SP eher die schlechte Wahl ist. Zu einem fehlt wie oben schon beschrieben die Griffigkeit auf harten Pisten zum anderen ist der Radius zu eng. Ich persönlich empfand es auch als ungünstig, dass ich vom Board nur wenig Rückmeldung auf die Push und Pull Technik oder die Hoch, Tief Bewegung bekam. Einfach gesagt: "Der EC Stil ist mit dem SP möglich, aber zum Lernen gibt es bessere Boards."

Fazit: Der SP ist Betracht mit den Anschaffungskosten ein vernümftiges Board. Solch ein Board bekommt man auch gut  gebraucht. Im Vergleich zu anderen Carvern schneidet es her mittelmäßig ab, diese sind aber im Regelfall auch 300,- bis 500,- EUR teurer



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